Begründete Angst?
Hallo alle miteinander!
Kommen wir heute zu einem Thema, dass (vor allem) in der westlichen Gesellschaft oft diskutiert wurde und leider noch heute existiert: Männer und ihre Angst vor erfolgreichen Frauen.
Erfolgreiche Frauen sind zwar faszinierend aber auch oft angsteinflößend. Viele Männer fühlen sich minderwertig, wenn frau mehr Geld nach Hause bringt als er selbst. Einige Beziehungen scheitern sogar an dieser Problematik.
Liegt der Wunsch nach Dominanz an der Erziehung, ist die männerdominierte Welt noch aktuell und haltbar? Ist die Angst vor Verdrängung durch die Frau wirklich begründet?
(posted by Venus)



Am 20. Mai 2007 um 23:09 Uhr
Hallo,
irgendwie habe ich das Gefühl, dass alle innerhalb dieses Blogs behandelten Themen immer darauf hinauslaufen, dass es kein “schwarz oder weiß” gibt, sondern alles grau ist.
Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass wir gar nicht in einer allein von Männern dominierten Gesellschaft leben, ich meine, wir haben mittlerweile sogar eine Frau Bundeskanzler
Was ich zugeben muss, die Führungspositionen der Wirtschaft werden überwiegend von Männern gehalten…noch, was auch nicht zu verleugnen ist, Frauen werden pauschal schlechter bezahlt, als Männer, was im höchsten Maße unlogisch ist…aber das ist ein anderes Thema.
Aber b2t…was muss ich mir denn unter einer “Verdrängung durch die Frau” vorstellen? Werden die Männer ausgemustert und durch Frauen ersetzt…(stelle ich mir schwer vor) oder zielt das Statement darauf ab, dass mehr “Männerjobs” zukünftig von Frauen gemacht werden? Das stellt sich ähnlich schwer da, da dann immer mehr “Frauenjobs” unbesetzt währen, welche dann mit, hoher Wahrscheinlichkeit, zukünftig von Männern übernommen werden (Es sei denn, wir erleben einen exponentiellen Anstieg des weiblichen Bevölkerungsanteils
).
So könnte ich also im Gegenzug fragen, wenn wir mal davon ausgehen, dass die Anzahl der “erfolgreichen” Frauen zunimmt, ob die Frauen eine Verdrängung fürchten müssen?
Ich bin der Meinung, von “Verdrängung” zu sprechen, ist arg übertrieben, eine Umverteilung ist wesentlich wahrscheinlicher, Frage ist, ob das so schlimm ist, wie es dargestellt wird…
Wer letztendlich das Geld nach hause bringt, ist meines Erachtens nach nebensächlich…oder führt man Beziehungen neuerdings auf Punktebasis…wer am meisten Geld verdient, gewinnt? (Wenn ja, was?
)
George
Am 21. Mai 2007 um 00:04 Uhr
Also mal ganz kurz und knapp: Ich finds gar nicht mal so schlecht, dass Frauen teilweise mehr Geld als die Männer verdienen. So müssen sich einige gar nicht so stark abrackern, sondern die Frau tut das… Ist doch perfekt?
Am 21. Mai 2007 um 12:30 Uhr
hätt ich jetz so auch kein problem mit… drehen wir das klischee doch mal um, Frau geht 24/7 malochen und mann gibt das Geld dann gediegen beim Shoppen aus… ich könnt mich damit abfinden
Am 21. Mai 2007 um 12:36 Uhr
oh nein, george hat unser system verstanden…wir sind geliefert *rofl*
Am 21. Mai 2007 um 12:51 Uhr
@ chr!s
Da gibt es doch viel schönere Sachen als sich neue Klamotten und Schuhe zu kaufen
Der Gedanke das die Frauen arbeiten und wir das Geld ausgeben gefällt mir ja schon.. Aber das Geld als Mann bein Shoppen ausgeben? Nur weil Frauen so gerne Shoppen müssen Männer das dann auch wenn die Frau das Geld verdient?
Aber heisst das auch wenn die Frauen das Geldverdienen das die Männern nen Schuh- und Taschentick bekommen?
Sehr perplex sein das alles -.-
Am 21. Mai 2007 um 13:40 Uhr
Ja, ja, die Sache mit der Emanzipation. Ich hab mich letztens mit zwei Freundinnen über diese Problematik unterhalten. Eine von denen ist gerade als Beraterin in ein großes deutsches Unternehmen ein gestiegen und was die erzählt…
Anscheinend ist es mit der viel beschworenen Emanzipation nicht weit her. Sie ist bei der großen deutsche Firma unter lauter Ingenieuren eine von zwei Damen. Das Klima ist extrem konservativ. “Meine Frau kriegt 100 Euro Taschengeld im Monat.” Und so reden nicht nur die älteren Semester. Und die lieben Kollegen verstehen in ihrem Betrieb nicht, dass ihr Mann z.Z. zu Hause ist und nur nebenbei freischaffend arbeitet.
Oder der Mann der anderen Freundin hat total negative Erfahrungen damit gesammelt, als er im Vorstellungsgespräch sagte, dass er die Karriere seiner Frau mitträgt und daher auch problemlos über längere Strecken pendeln würde bzw. sie dann auch ein Kindermädchen für den Sohn einstellen würden. Piep! Falsche Antwort!
Richtige Antwort wäre gewesen: Meine Frau kümmert sich um das Kind und zieht mit mir um.
Er überlegt ernsthaft, ob er demnächst die Personalchefs anlügen soll. Er ist übrigens Franzose und war total entgeistert über die restriktiv, konservative Einstellung der Personalchefs. Das gäbe es in seinem Land so nicht.
Ich höre auch von anderen Damen aus dem Management, dass es gerade eine extrem konservative Phase in den Personalbüros/höheren Postitionen gibt.
Fazit: Weite Teile der Bevölkerung darunter auch Mangager/Personalchefs etc. können und wollen nicht akzeptieren, dass Mann und Frau gemeinsam Karriere machen – auch mit Kind – und es ist immer noch unerhört, dass die Frau mehr Geld nach Hause bringt als der Mann bzw. der sich um Kind und Haushalt kümmert.
Leute, es gibt noch sehr viel zu tun. Und das im Jahr 2007!
Am 21. Mai 2007 um 15:30 Uhr
@george: “oder führt man Beziehungen neuerdings auf Punktebasis…wer am meisten Geld verdient, gewinnt?”
so unwahr liegst du da gar nicht mit dem punkte vergleich. im kastensystem war es um einiges leichter als heutzutage einen partner zu finden. vergleich doch mal in den beziehungen die jeweiligen kontostände. dann weißt du wer zueinander passt und wer zusammenbleiben wird bzw. auch nicht.
das hört sich traurig und realitätsfern an.. aber sieh dir entsprechende statistiken an. bildung und religionszugehörigkeit gelten bei weitem nicht mehr soviel wie derselbe “erfolg”
Am 21. Mai 2007 um 16:31 Uhr
@daniel: Die Definition von Männershopping ist doch generell anders als bei Frauen. Männer kaufen halt keine Schuhe oder Taschen, dafür ist die Wohnung halt dann irgendwann high-tech pur, ich würde eher von einem Technik und Neuerungen Tick sprechen, da der Mann dann halt ab und an am Auto neue Teile reinbastelt oder eben die home-cinema Anlage wieder auf den state-of-the-art updated und die Frau dank neuester Rechentechnologie ganz entspannt am Widescreen TV im netz surfen und gleichzeitig GZSZ schauen kann, ohne dabei den neuesten ICQ-Tratsch zu verpassen
Die Flexibilität der Definitionen erkennen du musst ^^
Am 21. Mai 2007 um 21:09 Uhr
… und möge die Macht mit dir sein…
Am 22. Mai 2007 um 10:16 Uhr
Wobei hier die “Macht” wohl die Fernbedienung sein wird.
Ich fände ja die Idee auch nicht schlecht – alles mit HighTech voll *träum*
Aber dann nicht arbeiten? Ich hab ja nichts dagegen, dass die Frau arbeitet, im Gegenteil, aber dann selbst nichts tun und nur shoppen? Vor allem während dann die meisten deiner Kumpels wohl auch am arbeiten sind! Muss man sich arbeitslose Freunde suchen oder nur mit weiblichen Zuhausebleibern zum Kaffeeklatsch verabreden (wie da wohl die Partnerin reagiert)?
Das beste wäre es wohl, dass jeder Teilzeit arbeitet, so dass immer jemand für das Kind da ist. Aber wenn man jetzt mal vom Kind absieht liegt es einfach in der Natur des Mannes, dass er für die Familie sorgen will.
Alle Verhaltensweisen des modernen Menschen haben doch ihren Ursprung in der Frühzeit der Entwicklung des selbigen. Damals mussten eben die Männer auf Jagd gehen, da sie körperlich dafür veranlagt waren, während die Frauen sich ums Zuhause und die Familie kümmerten (und die “gesunden” pflanzlichen Nahrungsmittel heranschafften).
Ich will jetzt nicht weiter auf die Anthropologie eingehen, obwohl sie doch ein sehr interessantes Thema ist – und die Antwort auf viele Fragen hat!