Das Prickeln
Hallo Zusammen,
sicherlich fällt es in einer Beziehung zunehmend schwerer, das gewisse Prickeln, dass einst für schlaflose Nächte und verträumte Tage gesorgt, am Leben zu halten. Insgesamt fällt es mir persönlich manchmal schwer, den Alltag und die damit verbundene Hektik zu vergessen, um mich ganz auf mein Venüsschen konzentrieren zu können. Also dachte ich mir “Mars, such doch einfach mal nach passender Lektüre, dieses “Problem” haben doch sicher viele Menschen”.
Nach einer halben Stunde suchen bei Amazon war ich dann zwar etwas schlauer, wie man von “Pick Up Artists” lernen kann, Frauen in der Disco zu beqatschen und quer durch die Pampa zu pimpern, aber wirklich schlauer bin ich nun nicht gerade geworden. Insgesamt gibt es m.E. nach nur Bücher über gescheiterte Beziehungen, und darüber hinweg zu kommen oder Themen wie “Wieso hast Du mir das angetan – Untreue als Chance”. Zwar sicherlich ganz gross, aber ich hab ja nicht vor fremdzugehen. Vielleicht liegt da ja mein Denkfehler? Neeee…
Kennt Ihr das Problem? Welche Mittel helfen Euch, dem Alltag zu entrinnen?
(posted by Mars)



Am 23. Juni 2008 um 14:06 Uhr
Gemeinsam was unternehmen: Urlaub, mal ein Wochenende weg fahren… eben Situationen schaffen, in denen man sich mangels Ablenkung aufeinander einlassen MUSS. Und dann entdecken, was für ein tolles Gegenüber man sich doch geangelt hat…
Am 23. Juni 2008 um 15:01 Uhr
Hey Marsiilein
Lese momentan das Buch: “Der perfekte Liebhaber”. Vielleicht kaufst du es dier auch einmal und liest die dort stehenden Tipps. Zum Teil wirklich gut beschrieben
Und für dein Venüsschen kannst du: “Die perfekte Liebhaberin” kaufen…
Gruss und hoffe ich konnte helfen xD
Am 24. Juni 2008 um 15:15 Uhr
Ich kenne das Problem auch. Bei teils 12 Stunden arbeit täglich (derzeit ihrerseits) und genug anderen Problemen, fehlt einem einfach die Zeit und die Lust für bestimmte Dinge. Vieles geht da im Alltag einfach unter.
Ob Dir da ein schlaues Buch hilft, vage ich zu bezweifeln. Letztendlich hilft wohl nur, sich von dem Streß zu befreien.
Mir fällt z.B. auch immer wieder auf, dass wir uns noch immer blendend verstehen und alles super zwischen uns ist. Trotzdem fehlt der nötige Kick. Nur wie gesagt, wenn dann Freunde, Familie oder der Job tierisch nervt und es außer Arbeiten, Essen, Haushalt, Schlafen nicht mehr so wirklich viel gibt, ist klar, dass der Rest auf der Strecke bleibt.
Somit: den Streß abbauen / vermeiden. Das Rezept dazu gibts wohl mal wieder nicht pauschal, hängt ja auch von jedem selbst ab.
Meine Freundin kann zu Hause z.B. nur sehr schlecht abschalten. Ständig findet sie sonst irgendwas, was man noch tun, sauber machen oder aufräumen könnte.
Fahren wir dagegen in die Sauna, kann sie nach dem Saunagang auch ohne Probleme ne halbe Stunde auf der Liege liegen und dösen.
Und in der aktuellen Cosmopolitan meiner Freundin habe ich etwas ähnliches gelesen. Dort ist der Bericht über ein Pärchen, wo er selbst bei einem Restaurant- oder Wellness-Besuch nicht abschalten kann. Seit dem sie das realisiert haben, fahren sie mitlerweile mindestens einmal pro Monat ein Wochenende weg. Wohl sehr aufwändig (und kostspielig), aber wenn sonst nichts hilft…!?
Am 24. Juni 2008 um 22:43 Uhr
Hey Mars
Ja ich schaue auch mal wieder bei dir vorbei
Also ich kenne das Problem nur zu gut.. Habe auch meine 11 Stundentage auf der Arbeit und nach 11 Stunden vor einem PC, Kundengespräche die nicht immer einfach sind und den lieben Mitarbeitern mit ihren Problemchen ist der Kopf wirklich nur noch Matsch.. Darunter musste meine Freundin die letzten Monate auch gut leiden.. Lustlosigkeit und ständige schlechte Laune waren an der Tagesordnung.. Klar wurde einem gesagt “Jetzt schalt doch endlich mal ab…” Ich persönlich habe das nie für voll genommen.. Auch daheim wurde immer wieder an die Arbeit gedacht und auch am Wochenende in gemütlicher Runde mit Freunden ertappte ich mich dabei über die Arbeit zu reden.. Auch wenn es nur im entfernten war… Meine Lösung für das Problem habe ich im laufen gefunden.. Meine Arbeit und die S-Bahn-Station liegen nen gute halbe Stunde auseinander.. Mittlerweile fahre ich halt nicht mehr Bus sondern lauf die Strecke und mir hilft es wirklich einfach abzuschalten.. Viele Menschen sagen ja auch das ein Spaziergang bei frischer Luft ware Wunder bewirken kann.. Probier es doch einfach mal aus =)
Gruß Daniel
Am 25. Juni 2008 um 08:30 Uhr
Erst mal hallo,
erlaube mir mal, mich hier zu äußern.
Was es heißt, wenn eine langjährige Beziehung und seit 6 Jahren Ehe für Probleme mit sich bringen, habe ich letztes Jahre erfahren. Ich bin seit 14 Jahren mit meinem Mann zusammen und letztes Jahr war es bei uns so, dass nur Stress an der Tagesordnung war, wir aneinander vorbei gelebt haben. Es gab immer nur Zoff. Da habe ich dann jemand anders kennen gelernt.
Letzendlich bin ich bei meinem Mann geblieben und finde, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Seit diesem Erlebnis habe ich viel mit meinem Mann geredet. Er ist auch so ein Arbeitstier. Immer erst spät zu Hause.
Für mich kann ich sagen, man muss sich einfach immer wieder darauf besinnen, dass man sich nicht gegenseitig aus den Augen verliert, dass man mal nur was zu zweit unternimmt, wie einen Kurztripp am Wochenende. Man muss miteinander reden, wenn einen etwas ärgert und auf den Partner eingehehen, auf seine Wünsche. Man kann nicht als Egoist in einer Beziehung leben. Eine Beziehung bedeutet immer, dass man daran arbeiten muss, aber beide.
Gruß
Smiley
Am 1. Juli 2008 um 10:46 Uhr
Zusammen mal nen schönen Porno gucken, Spielzeug, Städtereisen oder einfach in ein Hotel in der Stadt. Das Übliche halt.
Und einfach: REDEN!!! Wir gehen leidenschaftlich gerne essen. Nicht nur, weil wir große Freunde des halbgaren Fleisches sind, sondern einfach, weil wir im Restaurant viel besser miteinander sprechen können als bei ihm oder bei mir.
Da ist doch immer was: Anrufe, Aufräumen, Fernseher, Bücher. Zuhause besteht doch viel eher die Gefahr, dass man sich einfach auf die Couch schmeißt und sich gerade noch zu ner kleinen Druckabbau-Nummer aufrafft. Dann lieber ein verbales Vorspiel im Restaurant.
Aber ansonsten haben Herz und ich eine unfehlbare Methode: wenn wir uns so richtig streiten, dann trennen wir uns auch immer gleich.
Ok, dass wir nicht zusammen leben, macht die Sache einfacher.
Jedenfalls nach 1 bis 2 Wochen ist die Sehnsucht wieder so riesig, dass das Prickeln wieder für die nächsten 6 bis 12 Monate permanent da ist.
Ist aber nicht jedem zu empfehlen…
Am 1. Juli 2008 um 15:45 Uhr
Boa, das wäre mir viel zu stressig. da leb ich doch lieber harmonisch und unprickelig und ein bisschen langweilig… aber jedem das seine!
grundsätzlich halte ich (gutes) streiten auch für eine gute methode. denn, wo es nicht reibt, da sprühen auch keine funken. das weiß ich selber leider nur zu gut. aber man kann es halt nicht erzwingen. wo zwei harmoniesüchtige aufeinandertreffen, knallt es eben nicht. und wenn ein harmoniesüchtiger immer streiten muss, geht er irgendwann. und zwar für immer.
Am 9. Juli 2008 um 11:07 Uhr
Ich habe zwischendurch immer mal ne Überraschung für ihn.
Mal einen Ausflug, einen Kuchen, Pralienen, Dessous, etc. Ein Tag der Woche gehört ganz uns, da wird nicht geputzt nichts. Sehr schön!
Am 10. Juli 2008 um 08:55 Uhr
Das mit dem einen Tag der Woche finde ich auch sehr gut. Respekt, dass ihr das schafft…
Ich höre bei sowas in der Richtung dann immer eher das Argument “aber es muss ja gemacht werden und wird nicht weniger und sonst wirds dafür morgen umso schlimmer” oder sowas in der Richtung.
Aber vielleicht sollte ich sowas auch nochmal ansprechen und versuchen zu etablieren. Ansonsten frisst der Alltag irgendwann alles auf…
Am 14. Juli 2008 um 13:44 Uhr
Auch bei uns ist viel Hektik und Streß im Alltag. Da ist es schwierig, sich freizuschaufeln und der Liebe Raum zu geben. Rituale helfen da. Und es ist wichtig, zumindest an einem Tag in der Woche Freiraum zu haben, nur für den Partner da zu sein. Streiten tun wir uns eigentlich nicht, weil wir beide auch sehr harmoniesüchtig sind. Und ich glaube, dass dies auch nicht nötig ist für eine prickelnde Beziehung. Störend ist es, wenn von außen sehr viele negative Einflüsse kommen, da muß man schon in der Beziehung gefestigt sein, um das zu überstehen. Reden halte ich für sehr wichtig. Nichts unter den Teppich kehren, offen zu Gefühlen stehen, seien sie nun negativ oder positiv.
Am 15. Juli 2008 um 16:32 Uhr
Ein Ritual wär doch z.B. den Blog wöchentlich zu aktualisiere…
Am 22. Juli 2008 um 16:41 Uhr
Meine Lösung: Brich mit der Routine. Setz irgendwelche Sachen (Kino, Restaurant, Sauna, Fitness, was auch immer) als gemeinsame Tätigkeit in Euren Wochenablauf, das bricht die Schematik und nimmt dem Arbeitsalltag ein bisschen die Dominanz (man hat was, worauf man sich freuen kann, das “Highlight” ist dann nicht die Arbeit). Es gibt viele Dinge, die auch bei 12-h-Arbeitstagen noch drinliegen. Und sei es nur, dass man sich eine DVD ausleiht.
Am 7. Oktober 2008 um 19:44 Uhr
ich glaube in einer Beziehung ist es das man sich jeden Tag irgendwie neu erfinden muss …dann wirds denk ich mal nicht so schnell langweilig:-)
Am 30. Oktober 2008 um 17:44 Uhr
Hallo!
Mein Freund ucd ich hatten so um die 3 Jahre ne Fernbeziehung. Da hat man sich am Wochenende gesehen und während der Ferien und des Urlaubs. Das war auch toll so zum Teil. Man hat sich aufeinander gefreut, hatte tollen Sex usw. Dann kam aber natürlich immer wieder der Abschied und das war oft genug einfach nur beschissen. Ich war immer die, die gegangen ist. Natürlich gewöhnt man sich auch dran, Pendler zu sein aber na ja – die Sehnsucht war immer da.
Vor einem Monat sind wir zusammen gezogen. Am Anfang fand ich es auch klasse – endlich sehen wir uns jeden Tag. Aber jetzt ist hier der Alltag eingezogen und ich hätte gern wieder etwas von damals. Von der Sehnsucht und der Leidenschaft.
Ist halt zum Teil schwer da den Mittelweg zu finden. Wir reden und das ist wirklich am Wichtigsten. Ob man sich dann ändert, liegt an jedem selbst.
Ich hoffe zumindest, dass es wieder besser wird!