Frauen und der Esotherik- Touch
Hallo zusammen,
ist Euch mal aufgefallen, dass fast jede Frau total auf diese Kerzen-Duftöl-Esotherik-Sachen abfahren? Bis vorhin war ich der Meinung, dass das sowieso alles erstunken und erlogen ist, bis ich das hier gefunden habe. Mein Gott, der Text stimmt absolut bei meinem Sternzeichen (Schütze), und auch bei Venüsschen erscheint mir das alles als absolut korrekt. Wie gut, dass ich immer vor meinem Beitrag im Internet recherchiere…
Dennoch ist es eine geschlechterspezifische Angelegenheit: Wieviele Männer rufen bei ScheisseHoch9 an und sprechen mit der ukrainischen, dickbrüstigen Wahrsagerin? So gut wie keine….aber Frauen…jede Menge!
Wie ist Eure Meinung? Ein Funken Wahrheit oder Abzocke?
(posted by Mars)



Am 27. Juni 2007 um 09:44 Uhr
Ich lege selber seit über einem Jahr Tarot (Rider Waite) und habe dazu schon einige Literatur gelesen.
Ich bin im Rahmen meiner Ausbildung zum Therapeuten damit in Verbindung gekommen. Ich sehe Tarot (und hier gibt es ja noch mehr Mittel: Knochenwerfen, IGing, Rauchdeutung, etc.) als Medium zur Hinterfragung. Wenn ich also eine Legung mache, habe ich eine Frage im Kopf. Die Deutung aber hängt ganz stark mit der Situation des Fragenden zusammen, eine Antwort, oder Lesung, ist stets ein tiefergehendes Ereigniss. Die Deutung ist immer eine Kunst und erfordert tiefergehendes menschliches Verständnis.
Und hier liegt die Gefahr. Zukunftsaussagen aufgrund einer Legung halte ich schlicht für Scharlatanerie. Hier wird die Leichtgläubigkeit der Menschen schwer Mißbraucht. Das ist m.E. Esoterik: hier wird nicht an sich gearbeitet, es wird der Blick von sich weg gelenkt.
Am 27. Juni 2007 um 10:32 Uhr
ganz ehrlich? ich halte das alles für absoluten bullshit.
In den Texten in Zeitschriften usw. steht immer allgemeines Zeug drin, dass sich auf jeden Menschen erfahren lässt.
Und wenn man durch Zufall nachts beim Zappen mal auf so ne Olle im Fernsehen trifft, merkt man das 90% der Anrufer sowieso schon von alleine von Ihrer Situation erzählen.
Ich möchte aber nicht respektlos erscheinen – wer darin antworten findet, dem mögen sie helfen.
Am 27. Juni 2007 um 10:33 Uhr
oh… erfahren sollte übertragen heißen. Ich schwer sprechen deutsch kann. -.-
Am 27. Juni 2007 um 11:42 Uhr
Also gerade in der letzten Ausgabe “Psychologie heute” gab es dazu einen mega interessanten Bericht in Bezug auf Horoskope und wieso fast jeder sich darin wieder finden kann. Alles ausgeklügelte Sprachwahl und nicht mehr…
Am 27. Juni 2007 um 12:13 Uhr
Imho gehört zu Esoterik eine gewisse Lebenseinstellung. Die hat man, oder eben nicht.
Duftkerzen machen noch lange keinen Esoteriker, genauso wenig wie Tarot-Legen keinen realitätsfremden Spinner macht.
Tageshoroskope sind völlig absurd, man kann keinen allgemeingültigen Tag für 1/12 der Weltbevölkerung schaffen.
Ich bin allerdings der Meinung, dass Sternzeichen und Aszendenten einen Menschen durchaus charakterisieren können. Ich kenne 5 Schütze-Menschen (mich eingeschlossen *hallo mars*), die ziemlich genau auf die Beschreibungen passen. Nimmt man den Aszendenten noch dazu verfeinert sich das Bild mitunter so genau, dass man sich unweigerlich fragen muss, ob nicht tatsächlich ein Fünkchen Wahrheit dran ist.
Zukunftssehen halte ich ebenso für absurd, was ich allerdings glaube: Es gibt viele Dinge, die wir nicht begreifen, begründet durch die mangelhafte Nutzung unserer Hirnkapazität. So erkläre ich mir das Auftreten von Empathie und Telepathie.
Am 27. Juni 2007 um 12:31 Uhr
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Esoteriker stets getrieben sind von dem Glauben, dass es eine höhere Macht geben MUSS (jetzt mal unabhängig von irgendwelchen Ritualen die mit dieser Annahme in Verbindung gebracht werden). Ob das nun Engel, der Weltgeist, die Unverselle Energie, oder sonst was sind.
Ich gehe davon aus, das jeder Mensch mit allen Anteilen des Menschseins geboren wird und sich im Laufe des Lebens formt (geformt wird). Aber jene Teile, die jener Mensch als “schlecht” bewertet, möchte er weghaben. Geht aber nicht. Diese Teile werden nur mit Gewalt ins Unterbewusstsein gedrängt. Und da gärne sie fröhlich vor sich hin. Und schaffen uns Probleme.
Wenn ich nun ein Horoskop lese, oder eine Charakterbeschreibung gleich welchen Systems, werde ich stets etwas finden, mit dem ich mich einverstanden zeigen kann. Und sowohl offen (ich kann es aussprechen), oder verdeckt (ich will es nicht zugeben). Bei den guten Seiten habe ich ohnehin keine Problem sie anzunehmen, bei den schlechten kann ich es vielleicht “heimlich” akzeptieren.
Am 27. Juni 2007 um 13:12 Uhr
Ich könnte mir vorstellen, dass einige Menschen Karten legen in dem Wunsch sich selbst besser zu begreifen. Sie ziehen auf ihre Frage eine bestimmte Karte und versuchen sich in der Deutung. Dabei ziehen sie unbewusst immer in Betracht was sie bis dahin eigentlich verdrängt haben. Karten zeigen einem oft, was man nicht wahrhaben will. Dadurch, dass die Karten – also das Übernatürliche, dass es geben muss – wie du sagst Atatoerk – sagen wie es sein soll, können wir das Verdrängte nun auch raus lassen.
So wie es vielen Gläubigen auch leichter fällt ein guter Mensch zu sein, weil es ja von Gott vorgeschrieben wird. Ohne dies wären sie vielleicht zu schüchtern Fremde anzusprechen und Hilfe anzubieten. Mit dem Glauben haben sie eine “Ausrede” ihren eigenen Schatten zu überwinden. Was nicht immer schlecht ist, sich derart zu verändern.
Am 27. Juni 2007 um 14:08 Uhr
@Therese: Da kann ich Dir voll zustimmen. Der “Knirscher” hier ist die Fähigkeit, die Karten (oder was auch immer) unvoreingenommen anzusehen. Hier spielt uns das Bewusstsein einen Streich. Denn eine möglicherweise neue “Botschaft” zu meinem Thema (etwa von den Karten) durchläuft stets den Filter des Bewusstseins.
Die meisten Menschen die viel Legen gehen davon aus, dass eine Energie sie leitet, wenn sie Karten ziehen. Dem kann ich mich nicht anschliessen. Vielmehr gibt es eine Verbindung zwischen den Karten die ich ziehe, und meiner Fähigkeit diese zu deuten.
Nimm das Beispiel der Tageskarte, die ich immer wieder in meinem Blog darlege. Ziehe ich diese Morgens, was ja Sinn macht, weiß ich noch nicht was auf mich zukommt. Aber vielleicht kann ich ein Ereignis des Tages am Abend zuordnen.
Wenn Du Dir meine Karte von heute ansiehst, könnte ich sie also gut auf Dich beziehen (wenn nicht noch etwas anderes entsprechendes passiert).
Es hängt also an meiner Deutung.
Die Kunst liegt als immer in der Deutung. Und hierfür sollte ich trainiert sein im Verständnis der Menschen.
Am 27. Juni 2007 um 14:41 Uhr
Hallo Mars. Wenn du dich da mal nur nicht irrst. Ich vermute es rufen fast genau so viele Männer bei den … wie sagtest du … ScheissHoch9 Nummern an. Vermutlich haben sie nur mehr Mühe auch dazu zu stehen.
Und Duftkerzen … naja ist wohl eher ein Frauen Ding, was allerdings daran liegen könnte, dass Frauen einfacher eher auf das “Schöne” stehen.
Am 27. Juni 2007 um 15:54 Uhr
Boah, das ist das absolute Reizthema für mich.
Wenn Du, Mars, Dich und Venus in der Beschreibung gut getroffen findest, dann beweist das lediglich eins. Nämlich dass der Horoskopschreiber ein guter Psychologe ist. (Siehe auch: http://www.quarks.de/astro/05.htm) oder (http://www.daserste.de/wwiewissen/beitrag_dyn~uid,hc8l2vzb3i6rz9sp~cm.asp)
Ich kenne auch eine ehemalige Astrologin, die gerade an einem Anti-Astrologie-Buch arbeite und die von massiven Betrug redet und welche psychologische Tricks die Herren und Damen anwenden.
Ich glaube übrigens nicht unbedingt, dass Männer und Frauen da unterschiedlich stark auf Esoterik reagieren. Francois Mitterand und Ronald Reagan z.B. haben auch Astrologen konsultiert. Mr. Mitterand hat sich sogar die Sternzeichen auf “le grande arche” einem Gebäude/Kunstwerk/Hubschrauberlandeplatz in Paris einsetzen lassen.
Meiner Meinung und Erfahrung nach werden im Esoterik-bereich oft Menschen abgezockt, die einfach gerne mal ihre Verantwortung abgeben wollen, es ist ja so viel einfacher einem Pendel oder einem Horoskop zu folgen, als sich selbst Gedanken zu machen. Oder sie sehnen sich nach einem mystischen Ersatzpapi oder sie wollen unbedingt an ein Leben nach dem Tod glauben oder sie wollen sich einfach als etwas Auserwähltes fühlen oder was weiß ich.
Aber letztendlich halte ich das für Humbug – unter Umständen gefährlichen Humbug. Vielleicht können Tarotkarten als Laien-Eigen-Pyschoanalyse dienen. Meinetwegen, wenn man sich dessen bewusst ist, dass man selbst derjenige ist, der die Karten in der Hand hat und nicht ein höheres Wesen oder eine seltsame Kraft.
Gefährlich wird es allerdings, wenn man sich von der Esoterik völlig abhängig macht. Leider musste ich erleben, wie meine Schwiegermutter richtig heftig in diese Schiene abgerutscht ist. Sie hat nachher jede – und ich meine wirklich jede Entscheidung ausgependelt. Sie fühlte sich von Geistern verfolgt. Sie hat medizinische Vehandlung verweigert: “Nein, es ist keine Arterienverkalkung, die zu meinen Herzproblemen führt, dass sind alles nur die Geister”. Ne, ist völlig klar. Sie hat Detektive engagiert um mehr über das Leben ihrer Geister herauszufinden – ohne Erfolg! Aber das überzeugte sie auch nicht.
Erst als es viel zu spät war, hat sie eine Bypass-Operation zugelassen und selbst dann hat der Arzt mit Engelszungen auf sie eingeredet. Überlebt hat sie die OP nicht. Dazu war das Herz viel zu verkalkt. Im Lauf der OP gab es infolgedessen einen doppelten Hirnschlag. Klarer Fall, wenn sie nicht an den Scheiß geglaubt hätte, würde sie wahrscheinlich heute noch leben.
Am 27. Juni 2007 um 16:47 Uhr
Das Interessante bei der Astrologie ist folgende Kleinigkeit: Seit da mal jemand im bekifften Zustand irgendwelche Tiere und Gegenstände am Himmel entdeckt hat, hat sich die Erdachse ein ganz klein bissi verschoben. D.h. die Zuordnung der Sternzeichen zu den Monaten stimmt eigentlich gar nicht mehr. Wir sind alle ein Zeichen nach hinten gehüpft. D.h. offiziell bin ich Fisch, aber über mir prangte das Zeichen des Wassermannes, als ich geboren wurde (naja, ich schwimm gern).
Ich glaube allerdings, dass die Jahreszeit der Geburt eine Rolle spielen könnte. Das Wetter beeinflusst bestimmt die Laune der schwangeren Mutter. Auch nach der Geburt prägt es wohl ein Baby, ob es öfter draußen und unter Menschen ist oder nicht.
Wobei sich dann natürlich die Frage aufdrängt, ob nicht die Bewohner der südlichen Erdhalbkugel ein entsprechend gegensätzliches Horoskop kriegen sollten…
Letztendlich halte ich alle pauschalen Erklärungen bezüglich des Charakters eines Menschen für bequeme Ausreden.
“Ich kann nicht anders, ich bin Fisch/Jungfrau/Nacktschnecke.”
Mit Tarotkarten habe ich mich vor einigen Jahren auch mal beschäftigt. Wie Atatoerk schon sagt, ist es eine Frage der Deutungsfähigkeit. Sie können helfen, die Gedanken zu sortieren. Oft weiß man vieles schon im Unterbewusstsein und so eine Karte bringt es an den Tag. Nicht, weil man damit in die Zukunft schauen kann, sondern weil man sie so interpretiert, wie sie auf die eigene Situation passt. Das kann dann durchaus zu verblüffenden Aha-Erlebnissen führen, aber letztendlich war es bereits in uns.
Ich glaub nicht an den ganzen Esoterik-Kram und als hier neulich in Hamburg ein “Engelskongress” war und ich beim Brunch in der Tageszeitung lernen durfte, dass wir alle 4 Engel (zwei für privat, zwei für Job) um uns haben, hab ich erstmal 4 weitere Kaffee bestellt *g*.
Grundsätzlich beneide ich aber manchmal Menschen um ihre Fähigkeit zu glauben. Sei es an Gott, sei es an Engel oder sonstwas. Das ist jetzt nicht herablassend gemeint, aber ich denke, dass dieser Glaube das Leben erleichtern kann, da man stets eine Erklärung und Hoffnung hat.
Pragmaten haben sowas nicht…
Achja, Räucherstäbchen und Duftkerzen find ich widerlich.
Am 27. Juni 2007 um 16:52 Uhr
Das hat was mit der geistigen Reife zu tun …
Am 27. Juni 2007 um 16:56 Uhr
@Pizzabloggerwife: Die Punkte auf der Seite von Quarks & Co beschreiben eigentlich genau jenes Verhalten dass ich an den Tag legen muss um etwas zu verkaufen. Jeder gute Verkäufer wird mehr oder weniger genau so vorgehen und sich vorbereiten, wenn er auf einen Termin geht.
Was die Stratgie im Bereich Esoterik angeht stimme ich Dir aus ganzem Herzen zu: bloß nicht auf mich schauen, das Helle Licht wird mir helfen! Reine Verdummung. Oder besser: reiner Verkauf. Ich wäre ja ein blöder Sektenführer, wenn ich mein Schäflein in die Eigenverantwortlichkeit führen würde.
Am 27. Juni 2007 um 19:18 Uhr
@Jagolina: Danke für die Erweiterung bzgl. Tarot. Das ist für mich das richtig Verständnis.
Am 27. Juni 2007 um 20:38 Uhr
erstmal danke an alle, ihr beweist mal wieder, das es hier auch mal tiefgründiger zur diskussion geht
los gehts..
@ata: du bist der insider, mich würde mal interessieren, ob du an eine höhere macht glaubst
@thess: mal wieder ne übereinstimmung, was ? *grins*
@brigitte: ich geb zu, meine angaben beruhen nur aus zapping erfahrungen, denn länger als 10 minuten halte ich die ukrainischen “natashas” nicht aus *lach*….aber es war auch etwas augenzwinkernd geschrieben
@pizzabloggerswife: der pokal für den längsten comment geht an dich! du kannst dir dann bald eine spülmaschine bei mir abholen!
Aber im Ernst, ich finde es krass, wie sich manche Menschen so vom “Übernatürlichen” leiten lassen. In deinem konkreten Beispiel ist das einfach traurig finde ich.
@jagolina: stimme dir voll zu, ich toleriere den glauben an das übernatürliche, das geistliche…auch wenn ich selbst eher an die wissenschaft glaube.
@senor s. inwiefern glaubst du das? beispiel?
Am 27. Juni 2007 um 23:07 Uhr
@mars: Schwere Frage. Ich bin dann doch recht rational aufgestellt. Höhere Macht? Was soll das sein? Aliens? Atlantisflüchtlinge? Ein Gott? Viele Götter? Ich glaube an den Menschen und das Werden. Und daran, das wir alle viele Gemeinsamkeiten teilen. Wir werden geboren, wir sterben. Davor und Danach ist Spekulation und Eigensinn. Für mich zählt die Zeit zwischen dem Davor und Danach, mehr kenne ich nicht.
Auf die Frage: “was würdest Du tun wenn Du wüsstest dass Du nur noch ein halbes Jahr leben wirst?” antworten viele: “ich würde mein Leben ändern.” Die Gegenfrage lautet: “Was macht Dich glauben, Du lebst noch ein halbes Jahr?”
Leute, die Zeit vergeht.
Und ob ich nun an ein “Leben danach” glaube oder nicht. Ich lebe jetzt.
Am 28. Juni 2007 um 00:51 Uhr
Nennt mich bitte nicht arrogant, aber meine Antwort wäre: Ich würde nichts ändern. Ich bin unheimlich zufrieden so wie es jetzt ist. Nicht alles läuft ideal, aber nur weil ich weiß, dass ich in einem halben Jahr sterbe gibt mir das nicht ungeahnte Möglichkeiten. Ich würde höchstens noch aufhören zu arbeiten und die Freizeit, die ich nach der Arbeit habe, einfach schon nach dem Aufstehen haben. Aber das würde eben auf eine Gegenfrage nicht passen, denn ich weiss es nun eben einmal nicht.
OT: Atatoerk: was ist das für ein Bild? Sieht für mich aus wie äh .. ein halber Hund mit Bierflaschen!?
Am 28. Juni 2007 um 06:57 Uhr
@ata: verstehe!
@thess: splinter cell
und mir geht es genauso, ich fühl mich pudelwohl, auch wenn ich im Moment schon wieder todmüde bin…
Am 28. Juni 2007 um 06:59 Uhr
Moin zusammen.
Bei der Frage nach dem “letzten halben” Jahr sind es nicht nur äußerlichen Dinge die in Frage gestellt werden können (Arbeit / Freizeit). Ich denke da an Zustände, die ich jetzt hinnehme, nicht ändere, weil ich hoffe, dass sie sich in Zukunft von alleine bessern werden. Das sind etwa Themen in Beziehungen, die so langsam vor sich hin köcheln oder andere “schwierige” Wünsche. Vielleicht würde mir die Aussicht nicht mehr warten zu können, genau den Schubs geben sie anzupacken, damit ich keine Zeit mehr mit Ärgern verschwende.
Das hat schon Stärke. Wenn ich mein Leben unter dem Blickwinkel “werde ich überhaupt in einem halben Jahr noch leben” ansehe, könnte ich ja schon heute ein Änderung zum Besseren starten?
@Therese: Ich freue mich für Dich, dass Du diese Aussage treffen kannst.
Avatar? Das ist mein alter Freund Sam Fisher, Eingeweihten bekannt. Er hängt, Kopf unter, im Regen, mit seiner wichtigen Nachsichtbrille vor den Augen, von einem Balkon
)
Am 28. Juni 2007 um 08:38 Uhr
Mars’ Frage erinnert mich an eine Diskussion, die ich mal mit jemanden hatte. Der nervte mich immer mit der ollen Platitüde “Lebe jeden Tag, als sei es Dein letzter.”
Bitte? Was für ein Stress! Dann müsste ich jeden Tag all meine Lieben um mich sammeln, jeden Tag bestimmte Orte aufsuchen, jeden Tag meinem autistischen Chef in die Fresse hauen etc…
Ich lebe jeden Tag so, als hätte ich noch unendlich viele Tage zu leben, denn nur dann kann ich diesen einen Tag so nehmen wie er ist. Mit all den Emotionen, Situationen und Erfahrungen, die mir nur dieser eine bestimmte Tag bringen kann.
Doch sollte ich wirklich von einem Arzt das Todesurteil erfahren…
Hm…bewusster leben müsste ich nicht. Job aufgeben? Ich weiß es nicht. Ist es nicht gerade die Normalität und der Alltag, der uns ausmacht? Hinzu kommt, dass man das ja seinen Lieben erklären müsste und ich würde es ihnen nicht sagen, um sie in meinem letzten halben Jahr so zu erleben, wie sie sind und nicht als bereits Trauernde, die plötzlich Gewese um mich machen.
Bestimmt würde ich einige Dinge regeln, wie oben schon gesagt. Unerledigtes und Unausgesprochenes.
Vielleicht würde ich mich auch ein halbes Jahr lang täglich sinnlos besaufen….wer weiß das schon.
Am 28. Juni 2007 um 08:49 Uhr
Bei mir stimmt gar nix überein. Allerdings gebe ich zu, ich “operiere” auch dann und wann mit Tarot Karten. Und es ist erstaunlich, welche Ergebnisse dort zutage kommen.
Es ist auch keine “Wahrsagerei”, sondern eine Bestandsaufnahme. Es muss schon alles realistisch bleiben.
Am 29. Juni 2007 um 16:39 Uhr
Ich versteh jetzt nicht, was Isoterik oder der Glaube an höhere Wesen mit geistiger Reife zu tun hat. Ist eher vom Alter abhängig. Irgendwann stellt man sich wohl immer die Frage nach dem Davor und Danach. Ich hatte mich letztens mit jemand unterhalten, der war fest davon überzeugt durch Meditation eine höhere Bewußtseinsebene erreicht zu haben. Kann man ja in sofern nicht abstreiten, da man ja nicht beweisen kann, dass dies nicht der Fall gewesen sein kann
Ich denke im “jungen” Alter hat man noch nicht viel erlebt, was einen an der Welt und ihrem Sinn zweifeln lassen könnte. Wobei auch die Wissenschaft in manchen Fragen an ihre Grenzen stößt. Gerade was die Evolution angeht oder die Zusammenhänge von Gedanken und ihren Auswirkungen oder die ständigen Diskusionen über den freien Willen (ich denke da an das Streitgespräch von Singer und Nida- Rümelin; falls es jemand kennt)
Gut, sich deswegen von möchtegern Wahrsagern abzocken zu lassen, ist sicher nicht der rechte Weg.
Zum Thema: Ich glaube nicht, dass Glaube an das Übernatürliche geschlechtsspezifisch ist. Es gibt überall auf der Welt komplette Nationen, die z.B. an den “Bösen Blick” glauben oder an alte Frauen, die heilende Wässerchen herstellen können. Hmm, Voodoo(!!); auch sehr beliebt. Wenn man fest daran glaubt, wirkt es sicher auch
Am 30. Juni 2007 um 12:39 Uhr
Habt ihr mal den Film “der geheime schlüssel” (englisch: the skeleton key) gesehen? Das zum Thema Voodoo und dran glauben, naja obwohl, da gings um Hoodoo (?), aber ist ja wohl ähnlich imho.
Fällt mir dabei grad so ein.
M.E. hat das auch wirklich nichts mit geistiger Reife zu tun, sondern mit der Erfahrung die man im Leben macht und wie man damit umgeht. Herr S.: Du wirst vllt aufgrund einer bestimmten Erfahrung auch irgendwann etwas Esoterisches in Betracht ziehen. Das kannst du heute nicht wissen, die Welt ist im Wandel, so wie das Leben in dir. (ich liebe es pathetisch zu werden ^^)
Am 8. September 2007 um 10:44 Uhr
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Am 12. Oktober 2009 um 10:57 Uhr
hi,
aber seien wir mal erhlich ist es nicht einfach schön wenn man nach einem stressigen Tag nach Hause kommt und das duftet nach Vanille oder riecht nach Weihnachten????Ich finde es einfach gemütlich wenn meine Frau eine Duftkerze an macht vor alem bei dem Wetter!
Gruß Sven