Tackern

Hallo zusammen,

Wie sagt Stromberg so schön? “Tauche nie deinen Füller in Firmentinte. Nie im eigen Haus rumheften, tackern, lochen.”

Laut unserer letzten Umfrage gilt das Kennenlernen am Arbeitplatz als Nummer 1 unter den verschiedenen Dating Arten. Die Frage ist natürlich, was passiert, sollte eine so entstandende Beziehung in die Brüche gehen. Man sieht sich täglich, bekommt ziemlich wahrscheinlich auch mit, wie die nun als Ex- Freundin deklarierte Dame mit neuen Rüden flirtet, und hat keine Chance, dem zu entkommen. Auf der anderen Seite muss man die Vorteile in Betracht ziehen: Solange die Beziehung funktioniert hat man ein sehr “entspannendes” Arbeitsklima (Insiderwitze, Blick- und Körperkontakte, Ihr könnt Euch sicher vorstellen was ich meine :-) ).

Ich muss mir ja selbst auch an die Nase greifen, habe ich mein Venüsschen schliesslich auch auf der Arbeit kennengelernt (auch wenn es “nur” ein zusätzlicher Aushilfsjob war). Das Risiko war ich für mich persönlich aber bereit, einzugehen…und es hat sich ja gelohnt :-)

Nun interessiert mich natürlich Eure Meinung dazu!

(posted by Mars)

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15 Reaktionen zu “Tackern”

  1. Gravatar Maniac

    Hmm erster? :)

    Also ich würde als erstes sagen: Wo die Liebe hinfällt…
    Wenn man sich nunmal am Arbeitsplatz verliebt, kann man ja nicht viel dagegen tun? Soll man sagen “hey, ich liebe Dich, aber das geht so nicht”? Ist ja auch nicht wirklich ne Alternative.

    Ok, wenn es in die Brüche geht, ist es in der Tat sicher schwer. Kann aber auch während der Beziehung Streß geben (man sieht sich fast 24h/täglich, nichts neues zu erzählen, etc.).

    Letztendlich kommt es wohl auch auf den Art des Jobs, die Position usw. an. Eine Beziehung zwischen Vorgesetztem/r und Untergebenem/r ist sicher schwieriger als wenn man gleichberechtigt nebeneinander arbeitet. Oder sogar in Unterschiedlichen Abteilungen.

  2. Gravatar little-wombat

    Tellerdreher und ich arbeiten seit 3 Jahren Tisch an Tisch. Das doofe ist nur, dass wir uns gegenseitig vertreten. D. h. kein gemeinsamer Urlaub. Auch wenn es zwischen uns mal kriselt, meistern wir das gut. Unser Chef hat das auch schon bemerkt und meinte, dass er noch nie nen Streit zwischen uns bemerkt hat (hat der ne ahnung :-) ). Es ist mit Sicherheit anstrengender, denn die Gefahr ist groß, sich gegenseitig auf den Sack zu gehen bei 10 Stunden Aufeinanderhocken am Tag. DA wir aber nicht zusammen wohnen und jeder dann auch abends seinen Freiraum hat (ab und an), ist das wiederrum der Ausgleich. Wir haben durch die Jahre auch gemerkt, dass wir irgendwie nur “gemeinsam” funktionieren. :-)

  3. Gravatar LadyMarguerite

    Hm, ich denke, das kommt auf das Arbeitsklima und auf die Arbeit an sich an. Wie Maniac schon sagte, man kann eben nichts tun, wenn man sich verliebt.
    Aber mir sollte es nicht passieren, für mich ist es absolut tabu, ich muß die Liebe von meiner Arbeit fernhalten.

  4. Gravatar Daniel

    Also ich kann aus meinen Erfahrungen bei verschiedenen Arbeitsstellen nur schlechtes über “Liebe am Arbeitsplatz” sagen.. Weil es bis jetzt immer in die Brüche gegangen ist wegen der gemeinsamen Arbeit.. Wobei der Grund immer war “Wir sehen uns so oft.. Alles wird zur Gewohnheit..”

    Aber wie ich hier lese scheint es anscheinend doch zu gehen.. Aber für mich kommt sowas überhaupt nicht in frage.. Auf der Arbeit brauch ich meine Freundin ganz bestimmt net neber, unter oder über mir :P *eindeutig..2deu..*

  5. Gravatar Therese

    Ich kann über tackern nur Gutes berichten. Mit meinem Ex-Freund habe ich in der gleichen Firma gearbeitet, zeitweise auch im gleichen Büro. Eine weitere Tacker-Geschichte ist auch gut ausgegangen, kein Zicken, kein Streiten, kein Mobben, im Grunde als wäre nichts gewesen, nur das Wissen, dass doch was war.
    Ich bin der Ansicht dass zwei dazu gehören, welches “Ende” so etwas nimmt. Wenn man sich mit “Du bist scheisse, verpiss dich” trennt, dann sollte der Rest nicht verwunderlich sein. Wenn man sich auf ein “Schade, aber wir passen wohl doch nicht so gut zusammen” einigt und vernünftig miteinander redet – auch darüber wie es nun im Job zusammen weiter gehen soll – dann dürfte es auch kein Problem sein.
    Es gibt immer Menschen mit einem Schaden, die es nicht vertragen abgewiesen zu werden, oder solche die sich vorgenommen haben das gesamte Bürogebäude durch zu pimpern – in solchen Fällen hilft wohl nur “Augen zu und durch”.

  6. Gravatar Fudge

    Es hat sooo viele Vorteile wenn man zusammen arbeitet. Neben kleinen amourösen Treffen in der Mittagspause, gibt es sooo viele andere Nettigkeiten. Aber wenn Zoff herrscht, muss man eben klar trennen zwischen Arbeit und Privatleben. Ist nicht immer leicht, aber es geht.

  7. Gravatar Atatoerk

    Ich denke auch man sollte unterscheiden. “Wo die Liebe hinfällt”, tja, da sollte man seinem Herzen folgen. Wer zu Beginn einer Beziehung schon über das mögliche Ende nachdenkt, ist nicht richtig verliebt.
    Das “rumtackern”, ich nehme an es ist gemeint ein Art “Fi**beziehung”, kann tötlich sein am Arbeitsplatz. Hängt massiv von der Firma und dem Klima dort ab. Wo ohnehin das Sägen am Stuhl zur Unternehmenskultur gehört und mobben zu gelebten Taktiken, ist absolut davon abzuraten.
    Da muss schon viel passen, damit dabei kein weitreichender Schaden entsteht (geht bis zum Arbeitsplatzverlust).
    Wie hieß noch mal der Film bei dem der Vamp den hohen Angestellten verführt und dann abkocht?

  8. Gravatar Nadine

    Für mich persönlich wäre das Risiko zu groß, alles schon gehabt und das Beste ist: die neue Freundin vom Ex ist auch eine Arbeitskollegin, Chaos somit vorprogrammiert.

    Allerdings kann ich die Logik dahinter schon verstehen. Viele Leute möchten nicht alleine sein, aber wann lernt man denn schon jemanden kennen? Die Arbeit bietet sich da einfach an und sowas passiert dann acuh meist ungeplant. Aus Kollegen werden Freunde, aus Freunden… naja :)

    Gut fürs Arbeitsklima sind zerbrochene Beziehungen wahrscheinlich dennoch nicht, mit ein Grund warum meine Firma Pärchen bevorzugt NICHT einstellt und der ‘sowas’ auch offensichtlich ein Dorn im Auge ist.

  9. Gravatar Atatoerk

    @Nadine: Das klingt wirklich anstrengend. Aber deine Frage “Wann lernt man denn schon jemanden kennen?” hat für mich so den Atem von: “es gibt nur die Arbeit in meinem Leben.”
    Menschen lernt man kennen, in dem man seinen Interessen nachgeht. Und Arbeit ist nur ein Teil des Lebens.

  10. Gravatar Bea

    Ich habe auch schon einige meiner Ex-Freunde auf der Arbeit kennen gelernt. Und es ist auch immer gut gegangen, auch wenn sie EX sind. Ein Ex von mir ist immer noch Kollege – heute sind wir gute Freunde. Soll es auch geben.
    WEnn man sich aber nicht mehr leiden kann, wirds schwierig

  11. Gravatar Man in Metropolis

    Von wegen “Never fuck in the company”…

    3 1/2 Jahre ein Verhältnis mit einer Kollegin gehabt. Dazu die Griffel an der Sekretärin gehabt… und !!?!? Wir arbeiten alle heute noch lustig und munter zusammen. Ohne das sich unsere Verhältnisse nur annäherd verschlechtert hätten.

  12. Gravatar mars

    @man: wow, da hast du die arbeitszeit ja effektiv genutzt :)

  13. Gravatar Wu-Lan-Tong

    Auf der einen Seite denke ich, man kann sich nicht wirklich aussuchen “wo die Liebe hinfällt” und wenn es funkt, dann funkt es eben ;)

    Aber generell halte ich es schon für eher problematisch, wenn eben eine Beziehung aus irgendwelchen Gründen auseinandergeht und man sieht sich täglich auf der Arbeit :o

    Aber ich hab vielleicht gut reden, bin seit 1985 verheiratet und arbeite von zuhause aus ;) Meinen Bagger hab ich in der Garage geparkt :D

  14. Gravatar loosy

    Es hätte eine Beziehung werden können. Dass es nicht geklappt hat, lag nicht in erster Linie an der gemeinsamen Arbeit. Auch wenn sie am Anfang einiges behindert hat (nicht zusammen gesehen werden, bevor alles klar ist, bloß keinen Klatsch entstehen lassen (“Chef” und “Praktikantin”). Hinterher hat das fast-täglich Sehen sicherlich dazu beigetragen, die Heilungsphase zu verlängern. Heute ist alles in Butter und wir gute Freunde. Vielleicht arbeite ich ja auch irgendwann mit meinem jetzigen Freund zusammen, könnte es mir gut vorstellen! (Hätte in dem Fall aber keine Büro-Athmo)

  15. Gravatar Nadine

    @Atatoerk: Nun, ehrlich gesagt habe ich das (wahrscheinlich gar nicht mal so oft verteilte) Glück, dass ich meinen Job sehr mag bzw. darin aufgehe. Nach 8-10 Stunden Arbeit habe ich dann durchschnittlich noch circa 3 bis 4 Stunden am Tag Zeit für mich selbst (morgens fertigmachen nicht eingerechnet ;) )…
    Diese geht dann für meine beiden Katzen oder den Pflegekater drauf, oder fürs zocken, oder lesen, oder bloggen ^^

    Natürlich ist das alles selbst gewählt und soll jetzt nicht als jammern bei dir ankommen, wirklich nicht… Es ist halt nur so, dass man seeehr viel Zeit auf der Arbeit verbringt… Und meist auch noch mit anderen. Da lernt man eben eher Leuts kennen als mal 2 Stunden in der Disco wo es sowieso zu laut ist um sich gescheit zu unterhalten. Von daher bleibt mein: ‘Wann lernt man schonmal jemanden _kennen_’ stehen… aber wie immer alles nur imho :)

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