Verdammt gute Frage…
Hallo Zusammen,
ich habe heute eine Frage für Euch, bei der mich sehr interessiert, wie Ihr darüber denkt.
In Zeiten von Emanzipation konkurriert Frau immer mehr mit den Alpha- Männchen. Selbstverwirklichung scheint das Lebensziel Nr. 1 geworden zu sein, koste was es wolle. Und so Interessiert mich Eure Meinung zur Frage:
Was ist wichtiger? Karriere oder Liebe/Familie?
Dazu sei noch erwähnt dass beides gleichzeitig fast nicht möglich ist.
Viele Grüsse,
(posted by Mars)





























Am 31. Januar 2008 um 09:06 Uhr
Ich bin da eher konservativ… soll heißen: Liebe/Familie hat klar Vorrang.
Wobei ich da auch flexibel bin und mir prinzipiell auch vorstellen kann, dass die Frau (nach ner Weile) wieder arbeiten geht und der Mann den Haushalt macht.
Dass beides gleichzeitig so gut wie unmöglich ist, denke ich auch. Auch wenn uns viele Medien und Magazine das Gegenteil weiß machen wollen.
Am 31. Januar 2008 um 10:36 Uhr
Ich bin da noch konservativer
Kinder oder Karriere, eines von beidem geht nur.
Ich habe absolut etwas gegen Kinderaufbewahrstationen, die zwar von der Regierung hochgelobt werden, ja sogar immer weiter ausgebaut werden sollen.
Kinder brauchen die Familie, das Familienleben und nicht irgendwelche Abschiebungen in Kinderkrippen, Horte oder sonstwas.
Ja ich nenne es Abschiebung, was mir da noch mehr Angst macht ist, dass Familienmodelle kaum Unterstützung finden.
Es hat vor einiger Zeit interessante Umfragen gegeben, ich habe es im Radio gehört.
Über 90% der Frauen, die berufstätig sind wollen viel lieber daheim bleiben, sie können es sich finanziell nicht leisten.
Nach Kinderkrippen schreien die, die in höheren Positionen arbeiten und nicht wirklich zur Grundversorgung der Familie beitragen müssen.
Keine noch so gute Kinder-Kofferablage kann eine Familie ersetzen, das ist meine Meinung. Warum haben wir denn immer mehr Probleme mit Jugendlichen? Sie sind doch häufig nur Schlüsselkinder ohne Halt und mit gestressten Eltern. Wie sollen Kinder lernen Familie zu sein, wenn sie es ja nicht mehr vorgelebt bekommen?
Nennt man das nun Familie, wenn das Kind (der Säugling) früh vor der Arbeit in irgendeiner Krippe abgeliefert wird, dann irgendwann die gestresste Mutter es nach der Arbeit wieder einsammelt, sich um Haushalt usw auch noch kümmern muss?
Nein Danke!
Am 31. Januar 2008 um 12:03 Uhr
Hm: Beides? In gegenseitiger Anerkennung der Stärken und Fähigkeiten des Partners?
Am 31. Januar 2008 um 12:32 Uhr
Danke, Dirk!!!
Am 31. Januar 2008 um 17:07 Uhr
Ich möchte die goldene Mitte: Eine vernünftige Arbeit die das Einkommen sichert, am liebsten auch halbtags und den Rest Zeit für Kind, Familie und Hobbies.
Was mir bei vielen auffällt ist dieser Extremismus: Von den einen hört man, dass Karrire das einzig erstrebbare Zeil sei und den anderen, nur Haus und Familie gehört zur Frau. Warum soll das Kind nicht in den Kindergarten? So lernt es den Umgang mit anderen Kindern, soziale Kompetenzen werden gefördert und gefordert.
Hinzu kommt, dass berufstätige genauso, wenn nicht so gar ein ticken mehr echte Zeit mit ihren Kinder verbringen als Daheimbleibende. Und mal ehrlich: die Kinder, die heute verhaltensauffällig werden kommen doch meistens aus Familien mit schwachem sozialen Hintergrund. Da sind die Eltern zu Hause, oft sogar beide und das Kind ist doch allein.
Ich finde, es sollte jedem das ermöglicht werden was er sich vorstellt. Es gibt nicht nur schwarz und weiß!

Am 31. Januar 2008 um 17:08 Uhr
Ps.: Ich schmeiß mit Steinen und vergess’ meinen Text noch mal Korrektur zu lesen… nun ja. Asche auf mein Haupt
Am 31. Januar 2008 um 19:13 Uhr
ich sehe auch de lösung in der goldenen mitte. das es sehr gut funktionieren KANN, wenn beide partner kompromisse eingehen , sehe ich an meiner eigenen familie. wir arbeiten beide in der medienbranche, sind also ständigem stress ausgesetzt. meine frau allerdings arbeitet auf freiberuflicher basis und hat so die möglichkeit, auch von zuhause aus zu arbeiten. wir stimmen unsere termine immer eng und frühzeitig miteinander ab, so dass jeder wochen im voraus weiss, was an terminen ungefähr ansteht. so funktioniert dass ganz gut! meine frau will karriere machen und ist sehr ehrgeizig wenn’s um ihren job geht. ich unterstütze sie da wo immer ich kann!
Am 31. Januar 2008 um 22:03 Uhr
wie gesagt..eine goldene mitte sei hier nicht gegeben, ihr müsstet euch entscheiden. schwarz oder weiss
Am 1. Februar 2008 um 11:13 Uhr
Kann Wu-Lan-Tong eigentlich nur zustimmen, sehe es auch so, dass Kinder die Liebe, Fürsorge und Geborgenheit einer Familie brauchen. Und nicht nur von Oma oder der Kinderkrippe.
Stimme aber auch latita zu, Kindergarten muss auch sein, für die sozialen Kontakte/Umgang. Allerdings ist Kindergarten in meinen Augen erst etwas “später” (nicht als Säugling/Kleinkind) und zum anderen ist das ja normal nur halbtags. D.h. Mami (oder Papi) könnte halbtags natürlich wieder arbeiten und Unterhalt sichern/ergänzen. Allerdings gibt es wohl auch nur wenig (keine?) Jobs, wo man mit nem halben Tag “Karriere” macht!?
Von daher denke ich auch, die goldene Mitte gibt es nicht so wirklich.
Klar gibt es immer Ausnahmen und es kommt drauf an, wie man sich organisiert und wie die Eltern drauf sind (mag ja sein, dass es bei harald funktioniert). Bei vielen ist dies aber nicht der Fall denke ich…
Das was latita noch ansprach, bzgl. Eltern die zu Hause sind, aber die Kinder doch allein, ist denke ich noch eine ganz andere Thematik…
Am 1. Februar 2008 um 12:29 Uhr
Mitte geht nicht? Schade. Dann entscheide ich mich für die Liebe/Familie. Es ist auch in unserer Gesellschaft immer noch wichtig, dass man aktiv zusammen ist/lebt und nicht nur am Wochenende Zeit für einander und die Kinder hat.
Am 1. Februar 2008 um 14:58 Uhr
Wenn es keine Mitte gibt ist es ganz schön schwer. Hätte ich noch kein Kind, wäre es wohl die Karriere, jetzt wo der kleine Mann da ist, wäre es die Familie. Ich wäre aber wahrscheinlich irgendwann eine schlechte Mutter, weil sich ganz und gar für eine Seite entscheiden zu müssen heißt, sich und seine Träume teilweise aufgeben zu müssen. Das bringt nur Unzufriedenheit.
Aber das merkt man denen dann auch an.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es für einen beachtlichen Teil der Menschen nur das schwarze oder weiße gibt. Wir leben ja nicht einer Zeit von “Wünsch dir was”
Von wegen früher in den Kindergarten: Unser Sohn wird wohl im letzten Drittel des Jahres auch den Kindergarten kennenlernen müssen. Das gefällt mir gar nicht, aber länger kann ich dann nicht zu Hause bleiben. Es sei denn ich schmeiß mein Studium und lebe von HartzIV
Am 3. Februar 2008 um 22:53 Uhr
Interessante Frage. Aber wem wird sie denn gestellt? Dem Mann oder der Frau? Mir fällt für beide keine pauschale Antwort ein.
Und die Annahme, dass Schlüssel- oder „Großeltern“-Kinder die problematischen Jugendlichen in unserer Gesellschaft ausmachen, ist in meinen Augen schlicht falsch.
Am 4. Februar 2008 um 09:43 Uhr
Ich muss zugeben, das ich gerne beides unter einen Hut bekommen wuerde. Schliesslich haben Mama und Papa das auch geschafft.
Meine Eltern wohnen noch bei mir, und seit meinem 11ten Lebensjahr manage ich meine Schule zum groessten Teil allein. Kinder koennen sehr selbststaendig sein wenn die Eltern sie lassen und da mein kleiner Bruder und ich schon sehr frueh vieles selbst in die Hand nehmen mussten, kann ich auch mit gutem Gewissen sagen, das ich meinen Eltern dafuer dankbar bin, das sie manchmal einfach zu wenig Zeit hatten und sich doch den letzten Rest den sie hatten fuer ihre Kinder geopfert haben.
Jedoch muss manbedenken, das so etwas nur in einer intakten Ehe funktionieren kann, inder die gesammte Familie ein Team ist und nicht gegeneinander Arbeitet. Meine Mutter arbeitete damals halbtags und mein Vater ist den ganzen Tag in der Firma, wobei Mama auch shconmal nur Nachts gearbeitet hat um Tagsueber wenigstens ein wenig bei uns zu sein
Am 4. Februar 2008 um 09:44 Uhr
Es verlangt ja niemand (ich zumindest nicht), dass sich ein Elternteil (welches auch immer) komplett aufgibt (wie latita schreibt) und keine Träume mehr verwirktlicht etc.
Natürlich sollen/müssen die Kinder auch Kindergarten / Großeltern und “Schlüssel” kennen lernen, um überlebensfähig und selbstständig zu werden.
Aber mars’ Frage war ja nach KARRIERE oder Familie. Und wie oben schon gesagt, Karriere geht in meinen Augen nicht mit nem Halbtagsjob nebenbei (wenn einer so eine Karriere weiß, bitte bescheid sagen, ich schule sofort um).
latita, wie alt ist Dein Kleiner denn jetzt?
@MELiert: pauschal kann man natürlich auch hier nicht sagen, dass diese Kinder die problematischen Jugendlichen sind… es kommt ja auch drauf an, wie oft/wieviel die Kinder “den Schlüssel bekommen” usw. Oft ist dies aber auch mit viel Streß bei den Eltern etc. verbunden, was sich dann in meinen Augen auch oft in fehlender Liebe, Zuwendung, Aufmerksamkeit etc. bemerkbar macht.
Ich war auch früh mal nen Abend oder einen Tag allein und bin verdammt froh und dankbar darüber, weil sich das heutzutage in einer großen Selbstständigkeit auszahlt. Aber das war halt wie gesagt was anderes, als jeden Tag Mama & Papa nur zwischen “Feierabend & Zubettgehen” zu sehen.
Am 4. Februar 2008 um 22:25 Uhr
Ja, wenn dann würde ich wohl auch die goldene Mitte wählen. Bevor mein Kleiner da war (jetzt 6 Monate) war es ganz klar die Karriere, was so manchen Streit mit meinem Freund mit sich brachte, leider. Ich bin noch mehr Workaholic gewesen als er. Jetzt wo mein Sohn da ist, ist er erstmal ganz klar meine Nummer ein. Ich bin jetzt das erste Jahr zu Hause, überlege aber schon wie es dann weitergehen wird. Noch ein Jahr? Oder dann Kita und ich geh wieder arbeiten? Hab etwas Angst davor, wieder in meine “Arbeitssucht” zu fallen, obwohl ich es mir nicht so richtig vorstellen kann. Andererseits, sag ich ganz klar, wenn ich jetzt die nächsten 10 Jahre zu Hause bleibe, dann verdumme ich wohl komplett. Ich will damit nicht sagen, dass alle Hausfrauen dumm sind. Ich merke nur, wie ich so langsam irgendwie abbaue. Habe deswegen auch mit einem Fernstudium angefangen. Hält zumindest in den Phasen wo das Kind schläft das Hirn fit
LG
Am 5. Februar 2008 um 14:51 Uhr
Und warum soll sich immer die Frau zwischen Karriere und Familie entscheiden? Warum darf nicht mal der Mann den ganzen Tag Windeln wechseln usw. wenn Familie doch so wichtig ist.
Ja, ist klar, weil in der Regel der Mann immer noch den besten Job hat und den höheren Status und weil Frau die naturgegebene Kinderversorge-Pflicht hat und Hausmänner schief angesehen werden. Soviel zur Emanzipation. Dann muss die Frau natürlich hoffen, dass der Mann sie nicht nach 10 Jahren gegen eine jüngere eintauscht. Dann steht man nämlich als Alleinerziehende da mit zwei kleinen Kindern und ohne Chance auf einen Job und mit einer neuen Beziehung wird es auch nicht einfach. Jeder hofft, dass es bei ihm nicht so laufen wird, aber die Scheidungszahlen sprechen da leider eine andere Sprache.
Wer seinen Beruf aufgibt, begibt sich immer in eine gewisse Abhängigkeit vom Ernährer und wer sowas von mir verlangt, der kann mich nicht wirklich lieben. Daher wähle ich entweder beides oder die Karriere.
Am 5. Februar 2008 um 17:32 Uhr
Ich gebe Dir Recht Planeten. .. es ist ziemlich schwierig, niemand weiss was die Zukunft mit sich bringt. Und Abhängigkeit ist für mich das Wort des Monats…
Am 8. Februar 2008 um 22:14 Uhr
Ich muss Planeten da Recht geben. Wieso ist es bei all dem Gleichstellungsgerede immernoch nicht vorstellbar, dass der Mann daheim bleibt und die Kinder versorgt?! Wieso soll die Frau immer alles aufgeben? Ich für meinen Teil würde (vor allem in meinem Alter) die Karriere bevorzugen bis ich einen Mann finde, der mir mein eigenes Leben zugesteht.
Am 10. Februar 2008 um 15:35 Uhr
Huhu
Also ich habe ja schon immer was gegen Kariere geile hühner die dann ein kind bekommen und nach einem jahr wieder arbeiten gehen und das kind schön in der kita parken.
Sollte man sich doch mal vorher überlegen.
Aber is klar ne z.b. Hollywood machts ja vor:
EBEN MAL NEN KIND DESINGNEN LASSE auswerfen und ab an die nächste nanny kleben:-)
Leider ist das aber nicht das reale Leben
Grüßle shayenne27