Zeit ist Geld
Hallo Zusammen,
jeder, der in einer Beziehung steckt steht früher oder später vor immer dem gleichen Problem: Beziehungen kosten Zeit
Am Anfang nehmen sich die Partner diese auch sehr gern. Doch mit der Zeit wandert die Beziehung in der Prioritätenliste immer weiter runter, bis fast alles andere wichtiger ist als der eigene Partner. Die Arbeit verlangt mehr Aufmerksamkeit, man schafft sich neue Hobbies, neue Freunde an… Und irgendwann kommt der Punkt, an dem der Partner nicht mehr so weiter machen möchte und seine Zeit einzufordern versucht.
So steht man vor der Frage: Wieviel Zeit zur Pflege einer Beziehung ist nötig? Oder ab wann ist es zu spät, weil man nur noch feststellen kann, dass man sich all die Unternehmungen nur aufbürgt, um nicht beim Partner sein zu müssen. Gibt es einen Ausweg?
(Posted by Venus)





























Am 19. Oktober 2008 um 22:19 Uhr
Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, ist es eine Aufwand/ Nutzen Rechnung. Und der Nutzen ist für jeden ein anderer. Ebenso der Aufwand.
Am 20. Oktober 2008 um 16:17 Uhr
Ich frag mich dabei immer nur: wie kommt es dazu? Warum ist das so?
Hat man in gewisser Weise den Partner wirklich satt, dass man sich “Ausweichbeschäftigungen” aufbürdet? Oder ist es nur, weil die “Werbungsphase” vorbei ist und man sich nicht mehr so von seiner besten Seite zeigt (zeigen muss)?
Ist doch irgendwie seltsam… das Problem kennt wohl jeder. Auch wenn man den Partner so “gefühlt” eigentlich noch liebt und begehrt wie früher… der Alltag nimmt oft doch überhand und gewinnt an Priorität. Wo man früher den Staubsauger hat links liegen lassen und ins Bett gegangen ist, wird heutzutage lieber sauber gemacht. Und die Betten sind ja auch grad frisch gemacht, da kann man ja nicht wieder alles durcheinander wühlen…
Aber wie/woher kommt diese Veränderung?
Am 20. Oktober 2008 um 16:33 Uhr
Hallo Venus,
logisch ist, dass man anfangs immer viel bei dem sein möchte den man kennen gelernt hat.
Später wird dieser dann zum Partner (und wenn nicht, dann ist der rest auch egal). In einer Partnerschaft muss man den anderen als Individuum begreifen, was mitunter schwierig werden kann, denn es fällt einem auf, dass der Partner nicht das exakte Ebenbild von einem selbst ist. Das glaubt man ja gern wenn man sagt Wir haben soviel gemeinsam.
Der andere hat Hobbys, Freunde, Gewohnheiten, die er irgendwann wieder aufnehmen möchte. Dann muss man in der Lage sein zu sagen “Geh/Mach ruhig Schatz, viel Spaß”.
Der Knackpunkt ist nun der: Freut man sich aufeinander, auf das Wiedersehen am Abend oder in der Nacht, oder nach dem Fertigsein-mit-Hobby-Dingen?
Wenn ja: Alles paletti. Ansonsten muss man sich die Frage nach dem “Warum nicht” stellen. Also: Warum komme ich nicht gern nach Haus, warum freue ich mich nicht auf meinen Partner, warum vermisse ich ihn nicht?
Wenn sich die Wege aber so krass trennen, dass man gar nichts mehr gemeinsam hat, keine Hobbys, Sport, Freunde etc, dann läuft etwas falsch aus meiner Sicht. Natürlich muss man auch Dinge fuer sich haben, die man allein macht. Aber man sollte auch etwas finden das beiden Spaß macht.
Verloren ist noch nichts erstmal würde ich sagen. Das Paar muss versuchen sich wieder zu finden. Mal was allein machen, nicht immer Freunde dabei haben. Spazieren, vllt eine abendliche Runde durch den Ort machen und das auch pflegen. Also jeden Abend vllt eine kleine Runde zum Abschalten und “Runterkommen”.
Im Endeffekt: Ja, Beziehungen kosten Zeit. Aber wer diese nicht aufwenden will, sollte lieber als Single leben, denn es ist unfair dem Partner gegenüber diesen als “Mitbewohner” auszunutzen.
Am 12. Dezember 2008 um 15:17 Uhr
Gute Überlegungen, aber ein Ausweg fellt mir nicht ein…